Ferienschule für Erprobungs- und Oberstufe


Als sich nach gut sechs Wochen Sommerferien die Pforten des Einstein-Gymnasiums wieder für den Unterricht öffneten, waren unter den 1127 SchülerInnen, die in ihre Schule drängten, viele, die schon in ihrer Ferienzeit regelmäßig zur Schule gegangen sind.
Die Ferienschule für Quereinsteiger in die gymnasiale Oberstufe (aus Haupt- und Realschulen) fand nun schon im dritten Jahr statt. Erstmals konnte das Ferienangebot des Einstein-Gymnasiums auch eine Ferienschule für Grundschüler aufbieten, in der die zukünftigen Sextaner in den MINT-Bereichen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften (Chemie) und Technik) mit Hilfe von Teutolab Experimenten eine erste Orientierung gewinnen konnten. In Zusammenarbeit mit dem zdi-Zentrum in Gütersloh wurde dieses Ferienprogramm nicht nur den künftigen Einsteinern, sondern allen GrundschülerInnen im Kreis Gütersloh angeboten. Die Kinder trafen zwischen 8.00 und 9.00 Uhr am EG ein, pünktlich um 9.00 Uhr begannen die jeweils zweistündigen Kurse in den 4 Mintfächern. Unterrichtet wurden sie von Lehrern des Einstein-Gymnasiums, denen besonders qualifizierte OberstufenschülerInnen als Tutoren zur Seite standen.
Die Themenbereiche in den 4 Fächern waren abwechslungsreich. So wurde etwa die Chemie der Milch erkundet, indem ein Kunststoff aus Milch und Malfarben aus Quark hergestellt wurden. Auch erprobten die Kinder experimentelle Methoden, um Vollmich, fettarme und entfettete Milch voneinander zu unterscheiden. Im Bereich Technik beschäftigten sich die Forschungen der Schüler mit den Phänomenen Sehen, Hören und Fliegen. Anhand des Galtonbrettes erkundeten die Kinder das Verhältnis von Naturgesetzen und Zufallsprozessen. Auch stand die Vermehrung von Geld durch Spiegelungen auf dem Programm der Mathematikkurse.
In ihren Informatikkursen lernten die kleinen Naturforscher die Programmierung von Lego Mindstorm Robotern. Schon nach kurzer Zeit programmierten sie ihre Legoroboter so, dass sie z.B. nur eine bestimmte Strecke fuhren, eine schwarze Linie auf der Fahrbahn erkannten und ihr folgend Vierecke und Kreislinien fuhren. Die Roboter konnten auch als Zollstock programmiert werden und Umfang und Flächeninhalt eines Tisches ausmessen.
Auch beim gemeinsamen Mittagessen waren die Kinder noch ganz von den Experimenten und den neu gewonnenen Einsichten eingenommen. Um 16.00 Uhr konnten die Eltern ihre Kinder nach einem abwechslungs- und lehrreichen Tag wieder in Empfang nehmen.

Die neuen OberstufenschülerInnen konnten während der viertägigen Ferienschule täglich je zwei Stunden Deutsch, Englisch und Mathematik pauken und so ihr methodisches und fachliches Wissen auffrischen, um den Anschluss in der neuen Schulform leichter zu bewältigen. In kleinen Lerngruppen konnten sie allen Fragen nachgehen, die angesichts des Lernstoffes aufkamen, und hatten genügend Zeit, Unsicherheiten zu beseitigen. Für viele stellte die Ferienschule auch eine Möglichkeit dar, neue Mitschüler, einige ihrer neuen Lehrer sowie das neue Schulgebäude schon vor Beginn des Schuljahres kennenzulernen.




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