teutolab
Als 1999 an der Universität Bielefeld die Idee heranwuchs, ein Mitmachlabor zu starten, gab es in Deutschland nur wenige ähnliche Institutionen. Die Gründe, sich mit einem solchen Vorhaben zu beschäftigen, waren vielschichtig
- es wurden praktisch keine chemischen Themen im Sachunterricht behandelt (GS),
- die Beliebtheit des Faches war unverändert gering (S I),
- die Schülerzahlen in den Leistungskursen Chemie waren weiter rückläufig (S II),
- die Zahl der Studienanfänger im Fach Chemie waren stark zurückgegangen (UNI).

Die Aktivitäten zur Verbesserung dieser Situation -Tage der offenen Tür, Praktikumstage für SchülerInnen der S II - hatten nur geringen Einfluss. Daraus wuchs die Idee, das teutolab Chemie als ein Motivationslabor in der Primarstufe zu starten und ähnliche Inhalte auf höheren Abstraktionsniveaus für die Sekundarstufen I und II spiralcurricular anzubieten. Die SchülerInnen sollten selbstständig experimentieren, wobei die ganze Bandbreite vom angeleiteten bis zum freien Experimentieren angeboten werden sollte.
Seit Februar 2000 begegneten am teutolab Chemie der Universität Bielfeld über 13.500 Schülerinnen und Schüler aller Schulformen und Jahrgangsstufen der Chemie: alltagsnah, mit Spaß und Begeisterung selbst forschen und experimentieren. Dazu bietet das teutolab drei Reihen an (von der Primarstufe bis zur Sekundarstufe II):
- Naturstoffe
- Produkte der Chemie
- Energie und Umwelt

Das teutolab Chemie der Universität erreichte jährlich etwa 2000 von insgesamt ca. 14000 PrimarstufenschülerInnen der Jahrgangsstufe 4 in OWL. Um diesem Missstand abzuhelfen, wurden mit Hilfe der Bezirksregierung Detmold 2002 zunächst etwa 20 weiterführende Schulen gefunden, die teutolab-Experimente für die SchülerInnen der umliegenden Grundschulen durchführen sollten. Das EG war die erste dieser NETZWERK-Schulen, die nach teutolab Vorgaben Experimente für Grundschüler anbot. Das teutolab am EG bietet heute nicht nur Experimentiernachmittage für Grundschulen Rheda-Wiedenbrücks und der benachbarten Gemeinden an, sondern veranstaltet gemeinsam mit der VHS Reckenberg Ems auch das Projekt "Kinder und Eltern experimentieren gemeinsam"
Nach den Eröffnungen des teutolab Chemie 2000 und des teutolab Physik 2003, wurde das teutolab Mathematik 2005 eröffnet, in dem Kinder die Mathematik einmal anders erleben sollen. In den Experimentierstationen "Faszination der Zahlen", "Der Raum, in dem wir leben", "Verborgene Mathematik, die verblüfft" sollen SchülerInnen weitestgehend selbstständig ihren Fragen nachgehen, Vermutungen äußern, Zusammenhänge beschreiben und begründen, und dabei erkennen, dass Mathematik mehr als bloßes Formelrechnen ist. Seit Beginn des Jahres 2006 ist das EG auch Netzwerkschule für das teutolab Mathematik.
Kontakte:
| teutolab der Universität Bielefeld | ||
| Chemie: | ||
| Wiss. Leitung: | Prof. Dr. K. Kohse-Hoinghaus | |
| Stellv. Projektleitung: | StD Dr. R. Herbers | |
| Sekretariat: | M. Heuermann | Tel 0521-106 2043 |
| Mathematik: | ||
| Wiss. Leitung: | Prof. Dr. P. Scherer | Tel 0521-106 6248 |
| teutolab am EG: | ||
| Ansprechpartner Chemie: | StD Dr. R. Herbers | |
| Ansprechpartner Mathematik: | OStD' A. Solty | |
| Sekretariat: | S. Feller / C. Linnemann | Tel 05242 - 94 24 0 |
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